Dag vum Waasser

(Artikel aus dem Tageblatt 25-1-2010) Ab dem 1. Januar 2010 soll der Wasserpreis laut der EU-Wasserrahmenrichtlinie in allen Gemeinden kostendeckend sein. Der Präsident der LSAP Bascharage, Yves Cruchten, lud infolgedessen die Mitglieder der Sektionen aus dem Kordall zu einem „Tag des Wassers“ ein.
BASCHARAGE – Damit die Teilnehmer sich ein präzises Bild von der aufwendigen und kostenintensiven Aufbereitung des Trinkwassers machen konnten, standen zwei Besichtigungen auf dem Programm.
Am Vormittag nahmen die Teilnehmer an einer Führung des „Syndicat des eaux du sud“ (SES) in Koerich teil. Das dort geförderte Quellwasser stammt ausschließlich aus der geologischen Formation des Luxemburger Sandsteins im Gebiet des Eischtals. Beim Durchsickern wird das Wasser durch die Erdschichten gefiltert und gereinigt und gelangt in Form von Quellen wieder an die Oberfläche, ehe der Wasserkreislauf wieder von vorne beginnt.
Am Nachmittag folgte dann die Besichtigung der interkommunalen Kläranlage Siach von Petingen. Dort wird das Abwasser des Einzugsgebietes der Korn behandelt. Nach einer mechanischen Klärung, einer biologischen Klärung und anschließender Schlammbehandlung wird das Wasser wieder der Korn zugeführt. Besonders in dieser Anlage wurde den Teilnehmern bewusst, wie aufwendig die sorgfältige Aufbereitung der Abwässer ist. Da das Ende 2008 verabschiedete Wasserrahmengesetz auf kommunaler Ebene etliche Fragen aufwirft, luden Yves Cruchten, Georges Engel und der Leiter der Kläranlage, Raymond Erpelding, die Teilnehmer der LSAP-Sektionen zu einer Gesprächsrunde ein. Die wirtschaftliche Kostenanalyse, die der Tarifgestaltung laut Gesetz zugrunde liegen soll, hat sich als extrem schwierig erwiesen. Eine korrekte Berechnung ab 1. Januar ist deshalb äußerst problematisch und bedarf wohl mehrerer Nachbesserungen.
Da laut der Überzeugung des LSAP-Gemeindeforums die Gestaltung des Wasserpreises sowohl sozialen als auch ökologischen Kriterien genügen muss, ergeben sich verschiedene Rechnungsmethoden. Wasser ist ein lebensnotwendiges Allgemeingut und die Grundversorgung mit Trinkwasser muss für alle Bürger gewährleistet sein, der Verschwendung von Wasser muss jedoch Einhalt geboten werden. Der Wasserpreis kann beispielsweise variabel gestaltet werden, gezahlt wird ein Preis pro Kubikmeter, in welchem Netzkosten, Taxen und Wasser enthalten sind. Eine andere Möglichkeit ist die Aufteilung des Wasserpreises in einen fixen und einen variablen Anteil. Der fixe Anteil entspricht den Netzkosten und richtet sich nach der Art des Anschlusses, die variable Komponente richtet sich nach dem Wasserverbrauch. Preisunterschiede gibt es in den verschiedenen Gemeinden bei den Netzkosten, hauptsächlich bedingt durch die Bevölkerungsdichte. Weniger dicht besiedelte Gemeinden müssten ihren Bürgern aufgrund des ausgedehnten Leitungsnetzes einen sehr hohen Wasserpreis verrechnen.
Um die soziale Komponente in den Wasserpreis einfließen zu lassen, könnte ein gestaffelter Wasserpreis eine mögliche Lösung sein. Als lebensnotwendig wird ein Verbrauch von zwölf Litern pro Tag angesehen. Diese Menge könnte aus dem Prinzip der Kostendeckung herausgenommen werden und günstiger angeboten werden. Im gleichen Sinne könnten Subventionen die Haushalte mit niedrigem Einkommen entlasten. Einen paradoxen Effekt hat das Kostendeckungsprinzip beim Einsparen von Wasser. Verbrauchen die Haushalte aufgrund des hohen Preises weniger, werden die, vor allem aus Fixkosten bestehenden Aufbereitungskosten auf eine geringere Quantität aufgeteilt, was schlussendlich einer erneuten Erhöhung des Wasserpreises gleichkommt. ph
Article Le Quotidien “Les socialistes se jettent à l’eau”
Gallerie photos : lsap-petange.lu
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Wei schon am Artikel beschriewen, ass den Endkonsument emmer den Dommen, mir kreien elo een Gepefferten Wasserprais, verbrauchen mir es dann manner daerfen mir awer mei bezuehlen, wien sollen mir dofir an Wüste schecken? Do hun sech rem Leit Gedanken gemaach, an awer eng Falsch Conclussioun gezunn, do hun dei do Uewen dei Falsch Approche gehaat, et waer mei Sënnvoll een Nationalen Wasserprais fest ze maachen wei dei Gemengen wou keng sou grouss Bewölkerungsdichte hun mussen hieren Bierger zousätzlech bei Lisette ze lossen, an menger Gemeng daerft den Prais och all Ruhm sprengenArsène